Auswahlkriterien für Glasfasern
Als Installationsunternehmen für Netzwerkverkabelungen stehen Sie regelmäßig vor dem Problem der korrekten Auswahl von Glasfasern. Dieser Bericht dient Ihnen als Hilfestellung, für aktuelle und zukünftige Anwendungen die richtige Auswahl von Glasfasern zu treffen.
Neue Glasfaserkategorien für zukünftige Übertragungsstandards
Aktuelle Übertragungsstandards wie Gigabit-Ethernet und 10 Gigabit-Ethernet stellen, aufgrund der hohen Übertragungsraten, besondere Anforderungen an die Glasfaserkabel. Neue Standards wie 40 Gigabit- und 100 Gigabit Ethernet stehen bereits in den Startlöchern. Für diese zukünftigen Anwendungen sind im aktuellen Entwurf der Norm EN50173-1 neue Faserkategorien definiert worden.
Dämpfung der Bandbreiten
Die optischen Übertragungseigenschaften von Lichtwellenleitern werden hauptsächlich durch die Dämpfung und Bandbreite bestimmt. Die Informationsübertragung erfolgt mit drei unterschiedlichen Wellenlängen (Übertragungsfenster), bei denen die Dämpfung und die Bandbreite ein Optimum aufweisen.
1. Fenster bei λ = 850 nm
2. Fenster bei λ = 1300 nm
3. Fenster bei λ = 1550 nm
Bei Ethernet-Geräten bis 100 Mbps werden LEDs mit Vollanregung der Faser eingesetzt. Für höhere Übertragungsraten wie 1 Gigabit, 10 Gigabit oder höher sind LEDs nicht geeignet, hier werden VCSEL-Laser (Vertical Cavity Surface Emitting Laser) bei 850 nm oder konventionelle Laser bei 1310/1550 nm eingesetzt.
Einkoppelverhalten
In der aktuellen Norm DIN EN 50173-1 werden die Fasern in Kategorien eingeteilt. Dabei werden die folgenden sechs Qualitäten unterschieden:
- OM1 – Faser 62,5/125 μm (Multimode)
- OM2 – Faser 50/125 μm (Multimode)
- OM3 – Faser 50/125 μm (Multimode)
- OM4 – Faser 50/125 μm (Multimode)
- OS1 – Faser 9/125 μm (Singlemode)
- OS2 – Faser 9/125 μm (Singlemode)
- Welche Anwendungen müssen unterstützt werden?
- Welche Kabellängen werden installiert?
Kompletter Beitrag "Auswahlkriterien für Glasfasern"
(PDF-Datei, 99KB)
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