Das Netzwerkprotokoll TCP/IP
Durch die weite Verbreitung des Internets, hat sich das TCP/IP-Protokoll (Transmission Control Protocol / Internet Protocol) als der Standard für eine moderne Kommunikation durchgesetzt. Ohne Unterstützung des TCP/IP-Protokolls ist eine Internetanbindung nicht möglich. Auch die Konfiguration moderner Endgeräte wie Switche, Router oder TK-Anlagen läuft heutzutage WEB-basierend über eine TCP/IP-Kommunikation. Einige Informationen zur IP-Adressierung sind daher unverzichtbar!
Neben der MAC-Adresse (Hardwareadresse eines Netzwerkgerätes) wird dazu eine erweiterte Form der Identifikation genutzt, um Netzwerkpakete verwaltungstechnisch effizient adressieren zu können. Unter Verwendung des TCP/IP-Protokolls bedient man sich einer IP-Adresse und eines Ports, um eine eindeutige Adresse zu bilden.
In der Version 4 (IPv4) besteht eine Adresse aus einer 32 Bit großen Dualzahl. Zur besseren Strukturierung dieser Adresse werden diese 32 Bit in 4 Bytes zu je 8 Bit zerlegt. Werden anstatt der Dualwerte Dezimalzahlen benutzt, dann werden diese durch einen Punkt voneinander getrennt (z.B.: 192.168.2.10).
Umrechnungstabelle (Wertigkeit jedes einzelnen Bits in einem Byte):
Schreibweise von IP-Adressen z.B. 192.168.2.10:
Zur weiteren Strukturierung bestehen IP-Adressen aus zwei verschiedenen Adressbereichen, einem Netzwerkbereich (Netz-ID) und einem Rechnerbereich (Host-ID). Diese beiden Adressbereiche sind vergleichbar mit dem Straßennamen und der entsprechenden Haus-Nr. einer Postadresse. Die Aufteilung der Adressen in Netzwerk- und Rechnerbereich wurde durch 5 verschiedene IP-Adressklassen (Klasse A – E) realisiert, wobei die Klassen D und E für den Anwender nicht relevant sind.
IP-Adressklassen
*nd = „nicht definiert“
Subnetzmaske
Die Subnetzmaske, auch Netzmaske genannt, legt fest, welcher Bereich der IP-Adresse zum Netzwerkbereich gehört. Dies wird durch auf „1“ gesetzte Bits in der Netzmaske definiert. Der Rest der IP-Adresse bildet den Rechnerbereich, welcher den möglichen Bereich von adressierbaren Rechnern/Endgeräten angibt.
Eine Subnetzmaske von „255.255.255.0“ bestimmt nun, dass die ersten drei Byte (also die ersten drei Ziffernblöcke) komplett den Netzwerkbereich bilden. Bei dem unten genannten Beispiel, handelt es sich hierbei bildlich gesehen also um die 192.168.2'te Straße (Netzwerk-ID), Hausnummer 10 (Rechner-ID), Raum 80 (Portnummer). Hätte man in dem Netz eine Subnetzmaske von "255.255.0.0" festgelegt, so würde die Straßennummer 192.168 lauten und die Hausnummer wäre nun 1.10!
Je größer die Subnetzmaske ist, umso weniger Rechner lassen sich pro Subnetz erfassen (bei 255.255.255.0 sind es „nur“ 254 Rechner pro Subnetz, was in der Regel aber ausreichen sollte; bei 255.255.0.0 sind es immerhin schon 65.536 mögliche Rechner pro Subnetz). Und je kleiner die Subnetzmaske ist, desto weniger Subnetze lassen sich definieren.
Ports
Der Port, auch Anschlussnummer genannt, funktioniert sinnbildlich gesehen wie ein Namensschild an einem Hauseingang. Der Hauseingang (die Netzwerkkarte) hat eine Adresse (die IP-Adresse). Über die zusätzlich angegebene Port-Nummer weiß das Betriebssystem, für welches Programm „im Haus“ das Netzwerkpaket bestimmt ist.
Beispieladresse mit Portangabe (hier http-Port 80): 192.168.2.10:80
Hinweis: Diese Konstellation (Angabe der IP Adresse und des Ports, getrennt durch einen Doppelpunkt) nennt man Socket.
Adressen für private Netze:
Für den Gebrauch in privaten Netzen hat die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) drei Adressbereiche reserviert, die im öffentlichen Internet nie vergeben werden. Diese werden im Internet auch nicht geroutet – und sind damit von dort aus auch nicht sichtbar! Es handelt sich dabei um folgende Adressbereiche:
1. Klasse A: 10.x.x.x
Für ein privates Klasse A Netz ist der Adressbereich von 10.0.0.0 bis
10.255.255.254 reserviert.
2. Klasse B: 172.16.x.x bis 172.31.x.x
Für die private Nutzung sind 16 Klasse B Netze reserviert.
3. Klasse C: 192.168.0.x bis 192.168.255.x
256 Klasse C Netze stehen zur privaten Nutzung zur Verfügung.
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